Erdbeben in Marokko im Jahr 2004

Welche Auswirkungen es nach sich ziehen kann, wenn die Erde bebt, erfährt die Welt einmal am Beispiel des armen Karibikstaates Haiti, der Mitte Januar von einem massiven Erdbeben der Stärke 7,0 und mittlerweile etlichen Nachbeben heimgesucht wurde. Mit der Folge, dass Tausende Menschen ihr Leben in den Trümmern lassen mussten. Die Menschen in Marokko können aus eigener Erfahrung mitfühlen, welche Gewalt Mutter Natur auszuüben imstande ist. Denn sie selbst mussten am 24. Februar des Jahres 2004 miterleben, mit welch verheerenden Auswirkungen ein Erdbeben einhergehen kann. mit einer Stärke von 6,5 Punkten war das Beben in Marokko  am 24. Februar 2004 keineswegs wesentlich harmloser als das dramatische Beben in der Karibik.

Nach Greenwich Mean Time war es kurz vor halb drei in der Nacht, als an dem Dienstag an der Nordküste Marokkos das Erdbeben die Bewohner der Region in Angst und Schrecken versetzte. Wie so oft wurden durch die Naturkatastrophe ganze Dörfer und Straßenzüge in den weniger ländlichen Gebieten völlig oder wenigstens großteilig zerstört. Dass Orte wie Ait Kamara mit nur rund 6.000 Einwohnern so schwer getroffen wurden durch die Katastrophe, liegt nicht zuletzt auch daran, dass Häuser vor Ort noch heute aus Lehm gebaut werden und dementsprechend ein leichtes Opfer für derartige Naturkräfte sind.

Am heftigsten traf es die Menschen in einer Entfernung von rund 15 Kilometern von der Stadt Al Hoceima, dort lag damals das Epizentrum des Erdbebens. Insgesamt forderte die Katastrophe mehr als 600 Menschenleben, die Medien sprachen zudem von mindestens 300 Menschen, die teils wegen lebensgefährlicher Verletzungen behandelt werden mussten. Aus geologischer Sicht wurde das schwere Beben deshalb ausgelöst, weil die afrikanische Kontinentalplatte in nordwestlicher Richtung strebt.

Daraus resultiert eine Kollision mit der eurasischen Platte, weshalb es am 24. Februar 2004 letztlich zum Beben kam. Das erste Mal war es nicht zu einem solchen Zwischenfall gekommen, doch die meisten Beben der vergangenen Jahre waren wenig gravierend bei dem Beben, das sich in der Straße von Gibraltar ereignete. Wie immer in solchen Fällen brachen die internationalen Hilfsdienste aus aller Welt zügig gen Marokko auf, um den Überlebenden rasche Hilfe zu leisten und mit Hilfsgütern wie Lebensmitteln, Medikamenten und Unterkünften für die Obdachlosen alle erdenkliche Unterstützung zuteil werden zu lassen.

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