Falten findet man hauptsächlich in drei verschiedenen Dingen: auf der Haut, in Papier und in Textilien. Sie unterscheiden sich in gewollte und ungewollte Falten, können tief oder oberflächlich sein, lang oder kurz, gerade oder ungleichmäßig, schön oder hässlich sein. Fakt ist, ist die Falte erst mal da, kriegt man sie nicht wieder weg.
Zu den Falten in der Haut zählen Lachfalten, Zornfalten, Speckfalten und Altersfalten, sie verraten, wie alt man wirklich ist, wie oft man lacht oder weint und sind deshalb in den meisten Fällen unbeliebt. Bei Falten in Papier wiederum handelt es sich meist um gewollte Falten, denn wenn man Papier faltet kann man daraus praktische Schachteln machen, kleine Kunstwerke mit Origami oder Serviettentechnik und letztendlich auch Zeitungen, Briefe, Kartons, Papierfächer und viele andere nützliche Dinge. Sie sind also höchst praktisch – außer vielleicht als Eselsohren in den Schulheften.
Falten in Textilien können zum einen sehr dekorativ und modisch sein, zum anderen aber auch sehr ärgerlich. Knitterfalten und Bügelfalten, Sitzfalten oder Bruchfalten, Plisseefalten oder Gardinenfalten kann man so gut wie in jedem Stoff finden. Das berühmteste textile Faltenprodukt ist wohl das Plissee, das sich ununterbrochen durch die Modewelt zieht und nun auch als Sonnenschutz die Vielfalt in der Fensterdekoration bereichert. Ein Plissee unterscheidet sich vor allem durch sein exaktes Faltenbild von allen anderen Falten und dass viele gleichmäßige Falten nötig sind, um als Plissee zu gelten. Denn eine Falte macht noch längst kein Plissee!